Vom 9. bis 13. April 2025 fand in Essen zum 35. und letzten Mal die Techno-Classica statt, bevor die Messe ab 2026 als „Techno Classica Salon" nach Dortmund umzieht. Über 1.250 Aussteller aus 30 Nationen zeigten mehr als 2.700 Sammlerfahrzeuge. Ein Dauerthema unter Oldtimerbesitzern: die Batterie, die nach wochenlanger Standzeit in der Garage regelmäßig den Dienst verweigert.
Die Klassik-Weltausstellung zum letzten Mal in Essen
Vom 9. bis 13. April 2025 öffnete die Techno-Classica Essen zum 35. Mal ihre Tore – und zugleich zum letzten Mal am angestammten Standort. Über 1.250 Aussteller aus 30 Nationen zeigten mehr als 2.700 Sammler-, Classic- und Prestigefahrzeuge auf gut 120.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche, verteilt auf acht Hallen, die Galeria und Freigelände. Besucher kamen aus 46 Nationen, mehr als 200 Clubs präsentierten ihre Fahrzeuge, und laut Branchenangaben waren es insgesamt rund 200.000 Interessierte, die sich die Messe über fünf Tage ansahen.
Gekürt wurde als „Best of Show" ein makellos restaurierter FIAT 8V Coupé (Baujahr 1953) mit Werkskarosserie – eine Entscheidung einer 14-köpfigen internationalen Jury unter mehr als 150 Concours-d'Élégance-Teilnehmern. Die Preisspanne der angebotenen Fahrzeuge reichte von wenigen tausend Euro für einen VW Golf 2 bis zu zweistelligen Millionenbeträgen für Ferrari, Lamborghini oder Spyker.
Ein Abschied mit Ansage
Dass 2025 die letzte Ausgabe in Essen war, stand schon vorher fest: Ab 2026 übernimmt die Veranstaltung unter dem neuen Namen „Techno Classica Salon" einen neuen Standort – die Messe Dortmund, mit Termin vom 24. bis 27. September 2026 auf rund 50.000 Quadratmetern. Die Eröffnung 2025 fand noch in Anwesenheit von NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer und FIVA-Weltverbandspräsident Tiddo Bresters statt – ein würdiger Schlusspunkt für 35 Jahre Messegeschichte am Standort Essen.
Das unterschätzte Thema jeder Oldtimer-Messe: die Batterie
Zwischen all den glänzenden Lackierungen und seltenen Einzelstücken gibt es ein Problem, das praktisch jeder Klassikerbesitzer kennt: Das Auto steht oft wochen- oder monatelang in der Garage, bevor es zur nächsten Ausfahrt oder eben zur Messe bewegt wird. In dieser Zeit entlädt sich die Batterie durch Selbstentladung und kleine Dauerverbraucher wie Uhr oder Alarmanlage kontinuierlich – ganz ohne dass jemand eine Fahrt unternimmt.
Das Ergebnis: Beim ersten Startversuch nach der Winterpause bleibt der Motor oft stumm. Gerade bei älteren Fahrzeugen mit einfacheren Bordnetzen ist das kein Einzelfall, sondern die Regel – weshalb erfahrene Sammler ihre Fahrzeuge entweder an ein Erhaltungsladegerät hängen oder vor jeder größeren Ausfahrt die Batterie prüfen.
Was Oldtimer-Besitzer daraus mitnehmen können
- Erhaltungsladegerät nutzen, wenn das Fahrzeug länger als zwei bis drei Wochen steht.
- Batterie vor jeder Saison testen, nicht erst wenn der Anlasser schon schwächelt.
- Trennschalter einbauen, um Ruhestromverbraucher bei längerer Standzeit komplett vom Netz zu nehmen.
Steht Ihr Fahrzeug – ob Klassiker oder Alltagsauto – gerade mit leerer Batterie, zeigt unsere Anleitung zur Starthilfe, wie Sie selbst weiterkommen, oder Sie fragen Hilfe in Ihrer Nähe an.
Quellen
Offizieller Final Report der Techno-Classica Essen 2025 (technoclassica.de); Pressemitteilung Messe Essen Service zur Techno-Classica Essen 2025; ADAC-Veranstaltungsseite zur Techno Classica 2025; technoclassica.de zur Ankündigung des „Techno Classica Salon" 2026 in Dortmund; AUTO ZEITUNG zum Veranstalterwechsel nach 2025.
Häufige Fragen
Wie lange gibt es die Techno-Classica Essen schon?
Die Messe wurde 1989 gegründet und fand 2025 zum 35. Mal statt – damit zählte sie zu den traditionsreichsten Oldtimermessen der Welt, bevor der Standort Essen 2025 zum letzten Mal Austragungsort war.
Zieht die Techno-Classica wirklich komplett von Essen weg?
Ja. 2025 war die letzte Ausgabe am Standort Messe Essen. Ab 2026 firmiert die Veranstaltung unter dem neuen Namen „Techno Classica Salon" und findet vom 24. bis 27. September in der Messe Dortmund statt, auf rund 50.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche.
Warum streiken bei Oldtimern häufiger die Batterien als bei modernen Autos?
Viele Klassiker stehen über Wochen oder Monate ungenutzt in der Garage. Durch Selbstentladung und kleine Ruhestromverbraucher verliert die Batterie in dieser Zeit kontinuierlich Kapazität, sodass beim ersten Startversuch nach der Winterpause häufig nur noch Starthilfe oder ein Erhaltungsladegerät weiterhilft.
