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Kälteeinbruch

München im Ausnahmefrost: Als die Thermometer im Januar 2026 auf -14 Grad fielen

Vom 5. bis 7. Januar 2026 warnte der DWD vor strengem Frost in Bayern. In München sanken die Werte nachts auf bis zu -14 Grad – mit spürbaren Folgen für Flughafen, Verkehr und Autobatterien.

Veröffentlicht: 15. Januar 2026Lesezeit: ca. 3 Min.München
Vereistes Auto in einer winterlichen Münchner Straße in der Abenddämmerung, im Hintergrund die Türme der Frauenkirche
Kurz gesagt

Vom 5. bis 7. Januar 2026 galt für München eine amtliche DWD-Warnung vor strengem Frost: Nachts sanken die Temperaturen auf -9 bis -12 Grad, bei Aufklaren über Schnee stellenweise bis -14 Grad. Der Flughafen München war im Dauereinsatz gegen Eis und Schnee, und die ADAC-Statistik für Bayern zeigt die Starterbatterie mit 45,4 Prozent als häufigste Pannenursache des Winters.

Eine Frostnacht, die München fest im Griff hatte

In der Nacht vom 5. auf den 6. Januar 2026 gab der Deutsche Wetterdienst (DWD) für weite Teile Bayerns eine amtliche Warnung vor strengem Frost heraus. Für München bedeutete das: Temperaturen zwischen -9 und -12 Grad, und dort, wo der Himmel über einer Schneedecke aufklarte, waren örtlich sogar bis zu -14 Grad möglich. Die Warnung galt bis Dienstagvormittag, 11 Uhr, und der DWD stufte die Lage als „Markantes Wetter" ein – mit Hinweisen auf Frostschäden, Unterkühlungsgefahr im Freien und einfrierende Wasserleitungen.

Auch tagsüber kam München kaum zur Ruhe: Bei Höchstwerten zwischen -5 und -1 Grad herrschte durchgehend Dauerfrost. In Tal- und Muldenlagen rund um Weilheim-Schongau wurden sogar bis zu -17 Grad gemessen.

Flughafen und Verkehr im Ausnahmezustand

Der Flughafen München musste in diesem Winter wiederholt gegen Eis und Schnee ankämpfen. Nach eigenen Angaben waren rund 540 Winterdienst-Mitarbeiter und etwa 750.000 Liter Flächenenteisungsmittel im Einsatz, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. Ende Januar 2026, bei einem zweiten Kälteschub mit starkem Schneefall am 26. und 27. Januar, kam es an den Flughäfen München und Nürnberg erneut zu Ausfällen und Verspätungen – in Nürnberg erfolgten an einem Tag nicht alle der 33 geplanten Starts und 37 Landungen. Auch Münchens U-Bahn war zeitweise eingeschränkt.

Der ADAC-Blick: Wenn die Batterie zuerst aufgibt

Bayernweit verzeichnete der ADAC 2025 rund 486.932 Einsätze – im Schnitt 1.334 pro Tag. München war dabei mit 111.236 Pannen die Stadt mit den meisten Einsätzen im Freistaat. Die mit Abstand häufigste Ursache: die Starterbatterie, verantwortlich für 45,4 Prozent aller Pannen. Einen traurigen Rekord markierte der 29. Dezember 2025, an dem allein in Bayern 2.325 Hilferufe eingingen – bundesweit ging alle fünf Sekunden ein Notruf beim ADAC ein.

Der Grund ist bekannt: Bei Kälte sinkt die Startleistung einer Batterie spürbar, während der Motor wegen des zähen Öls mehr Kraft braucht. Eine Batterie, die im Herbst gerade noch funktioniert hat, erreicht bei -14 Grad oft nicht mehr genug Leistung für den ersten Startversuch des Tages.

Einordnung: Kein Rekordwinter, aber typische Extremphasen

Im Gesamtbild war der Januar 2026 laut DWD mit einer bundesweiten Gebietsmitteltemperatur von -0,7 Grad nahe am klimatologischen Mittel. Genau das zeigt, wie trügerisch Durchschnittswerte sein können: Auf die strenge Frostphase Anfang Januar (bundesweiter Tiefstwert -21,7 Grad in Oberstdorf am 6. Januar) folgte eine deutliche Milderung mit bis zu 16,3 Grad Mitte des Monats, bevor sich zum Monatsende erneut winterliches Wetter durchsetzte. Für Autofahrer bedeutet dieser Wechsel eine besondere Belastung: Batterien, die durch die milde Phase „entspannt" scheinen, werden beim nächsten Kälteeinbruch unvorbereitet getroffen.

Was Sie aus dem Januar 2026 mitnehmen können

  • Batterietest vor dem Winter, besonders bei Fahrzeugen ab vier bis fünf Jahren.
  • Bei DWD-Frostwarnungen mehr Zeit für den Start einplanen und Verbraucher beim Anlassen ausgeschaltet lassen.
  • Nach milden Zwischenphasen nicht in Sicherheit wiegen lassen – der nächste Kälteeinbruch kommt oft schneller als gedacht.

Mehr dazu im Ratgeber Starthilfe im Winter. Steht Ihr Auto gerade in München oder Umgebung mit leerer Batterie, zeigt unser Formular für Starthilfe in München, welcher Helfer in der Nähe verfügbar ist, inklusive Preis vor der Buchung.

Quellen

Deutscher Wetterdienst (DWD), Pressemitteilung „Deutschlandwetter im Januar 2026"; Merkur/t-online München zur Frostwarnung 5.–7. Januar 2026; Münchner Flughafen, Pressemitteilung zum Winterdienst-Einsatz; Augsburger Allgemeine zu Flugausfällen Ende Januar 2026; ADAC-Pannenstatistik Bayern 2025.

Häufige Fragen

Wie kalt wurde es im Januar 2026 in München genau?

Zwischen dem 5. und 7. Januar 2026 warnte der DWD vor strengem Frost: nachts -9 bis -12 Grad, bei Aufklaren über Schnee bis zu -14 Grad. Im weiteren Monatsverlauf folgte eine milde Phase mit bis zu 16,3 Grad Mitte Januar, bevor es im letzten Monatsdrittel erneut winterlich wurde – ein typisches Beispiel für die Temperaturschwankungen, die deutschen Wintern zunehmend eigen sind.

Warum fallen am Flughafen München bei Frost besonders viele Flüge aus?

Enteisung von Start- und Landebahnen sowie Flugzeugen kostet Zeit, und Bodentemperaturen tief im Minusbereich erschweren den reibungslosen Ablauf. Laut Flughafenbetreiber waren im Winter 2025/26 rund 540 Winterdienst-Mitarbeiter sowie etwa 750.000 Liter Enteisungsmittel im Einsatz.

Warum versagt die Autobatterie gerade bei strengem Frost wie im Januar 2026?

Kälte senkt die chemische Reaktionsgeschwindigkeit in der Batterie und damit die verfügbare Startleistung, während der kalte Motor mehr Kraft zum Anspringen braucht. Laut ADAC war die Starterbatterie 2025 in Bayern mit 45,4 Prozent die häufigste Pannenursache – an Frosttagen wie im Januar 2026 steigt dieser Anteil spürbar.

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